Klimapilgern2018

06

Sep.

1.700 km, 78 Stationen, 14 Aktionstage

Deutsch-Polnischer Klimapilgerweg startet am 9. September in Bonn

„Die Frage, wie wir den Klimawandel stoppen können, ist die große Gerechtigkeitsfrage dieses Jahrhunderts.“ Mit diesen Worten beschreibt Barbara Hendricks, Bundesumweltministerin a. D., eines der Hauptziele des Ökumenischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit von Bonn bis Katowice. Hendricks ist eine der drei Schirmherr*innen des Klimapilgerwegs, der am Sonntag in Bonn mit einem Gottesdienst um 10 Uhr in der Bonner Lukaskirche startet.

Der Klimapilgerweg führt über 78 Stationen und 1.700 gelaufene km und endet am 9. Dezember im polnischen Katowice, wo zeitgleich die 24. Welt-Klimakonferenz (COP 24) stattfindet. Die Pilgerinnen und Pilger gehen durch die drei großen deutschen Braunkohlegebiete, die als so genannte Schmerzpunkte ausgewählt wurden: das Rheinische Revier (Hambacher Forst), das Mitteldeutsches Revier (inkl. Pödelwitz bei Leipzig) und das Lausitzer Revier. Unterwegs werden die Pilgerinnen und Pilger bei 14 Aktionstagen und zahlreichen weiteren Veranstaltungen für die Forderungen des Klimapilgerwegs werben, u. a. die Einleitung des Kohleausstiegs in Deutschland.

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„Um unser Klima nachhaltig zu schützen, braucht es ein gutes Konzept für den Ausstieg aus der Kohleverstromung“, so Schirmherr Bischof Markus Dröge. „Der Klimawandel wird sich nur aufhalten lassen, wenn wir auf eine gerechte Verteilung von Ressourcen und Chancen achten, regional und weltweit.“


Klimapilgern2018Einladung zum Mitpilgern: Jede*r, die*der die Ziele des Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit unterstützen möchte, ist herzlich zum Mitpilgern eingeladen – egal ob es nur eine kurze Strecke, eine Tagesetappe oder länger ist. Die Pilgergruppe besteht sowohl aus Langzeit- als auch wechselnden Tagespilgern. Die Pilgerinnen und Pilger besuchen neben den Schmerzpunkten auch Kraftorte der Klimagerechtigkeit in Deutschland und Polen und kommen mit evangelischen und katholischen Gemeinden und Initiativen vor Ort ins Gespräch. Sie feiern gemeinsam ökumenische Andachten und tanken Kraft im Gebet.

Während des Weges sammeln die Pilgerinnen und Pilger Unterschriften und Stimmen zur Klimagerechtigkeit, welche der Kohlekommission in Berlin und der Welt-Klimakonferenz (COP 24) in Katowice übergeben werden.





„Wir dürfen die Gaben der Erde nachhaltig nutzen, aber sie nicht verbrauchen“, unterstreicht Erzbischof Dr. Ludwig Schick, der dritte Schirmherr des Ökumenischen Klimapilgerwegs. „Gott hat sie für alle Menschen aller Generationen gegeben.“ Die Entsendung der Pilger erfolgt im Rahmen des Festgottesdienstes zum 70-jährigen Bestehen des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) am Sonntag, dem 9. September, um 10 Uhr in der Bonner Lukaskirche, Kaiser-Karl-Ring 25 a. Hier erhalten die Pilgerinnen und Pilger einen Reisesegen und werden feierlich auf ihren rund 1.700 km langen Weg entsandt.

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Der Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit wird unterstützt von einem breiten ökumenischen Bündnis aus 40 Organisationen, Initiativen und Unternehmen, darunter Brot für die Welt, das Bischöfliche Hilfswerk MISEREOR e.V., die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Deutsche Bischofskonferenz und das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘.

 

www.klimapilgern.de