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Jan.

Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik nutzen!

Die KLJB auf der Grünen Woche

Die Katholische Landjugendbewegung Deutschlands e.V. (KLJB) zieht eine positive Bilanz aus der Internationalen Grünen Woche (IGW) 2019 in Berlin und fühlt sich in ihren Forderungen zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) bestätigt.

Keinen Schnellschuss in Sachen GAP

„Europa und die GAP waren die zentralen Themen an unserem Stand auf der IGW“, erklärt Sarah Schulte-Döinghaus, KLJB-Bundesvorsitzende. „In zahlreichen Gesprächen mit Besucher*innen und Politiker*innen wurde deutlich, dass wir mit unserem Stand und damit mit unseren Vorstellungen zur Reform der GAP einen Nerv getroffen haben. Wir hoffen, dass unsere Forderungen berücksichtigt werden. Dazu zählen insbesondere EU-weit einheitliche ökologische und soziale Mindeststandards in der Tierhaltung und im Ackerbau, eine obligatorische Kappungsgrenze der Direktzahlungen ab einer bestimmten Betriebsgröße sowie der Erhalt und der Ausbau der Junglandwirt*innenförderung“, so Schulte-Döinghaus. Gleichzeitig hofft die KLJB-Bundesvorsitzende aber auch, dass die Entscheidungsträger*innen kurz vor der Europawahl keinen Schnellschuss in Sachen GAP unternehmen — „denn wir brauchen eine umfassende Reform.“

Wir bewegen Europa

Vom 18. bis zum 27. Januar 2019 präsentierte sich die KLJB bereits zum 46. Mal auf der Grünen Woche. Unter dem Motto „Wir bewegen Europa!“ konnten sich Besucher*innen am KLJB-Stand in Halle 4.2, der Sonderschau „Lust aufs Land“, auf kreative mit der gemeinsamen Agrarpolitik der EU und der Europawahl am 26. Mai 2019 Weise beschäftigen. Neben rund 400 KLJB-Mitglieder besuchten auch zahlreiche Personen aus Politik und Verbänden die KLJB an ihrem Stand. „Die IGW bot uns dieses Jahr erneut eine wertvolle Plattform, um unsere Inhalte und Forderungen vor einem breiten Fach- und Politpublikum zu platzieren“, erläutert Sarah Schulte-Döinghaus weiter. Vor allem der Austausch mit den Minister*innen Julia Klöckner (Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft), Dr. Gerd Müller (Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), Svenja Schulze (Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit) sowie Dr. Franziska Giffey (Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) bewertet die KLJB als positiv: „Das Interesse der Politiker*innen und die vielen direkten Gespräche in diesem Jahr zeigen, dass unsere Arbeit gehört und gesehen wird und verspricht wertvolle Unterstützung“, bekräftigt Schulte-Döinghaus.

Ökumenischer Gottesdienst und Landjugendempfang

Zum wiederholten Male veranstaltete die KLJB gemeinsam mit der Evangelischen Jugend in ländlichen Räumen (ejl) einen ökumenischen Gottesdienst mit anschließendem Landjugendempfang. Rund 300 Landjugendliche kamen hierzu am 20. Januar 2019 in den Räumlichkeiten der Sankt Dominicus Kirche in Berlin zusammen.

„Raus aus der Schublade! — Jugendbeteiligung wirken lassen“

Im Rahmen des 12. Zukunftsforums Ländliche Entwicklung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft haben die katholische und evangelische Landjugend ebenfalls erneut kooperiert. Bei dem Fachforum, das unter Mitwirkung der Akademie Junges Land e.V. gestaltet wurde, diskutierten die Teilnehmenden über Faktoren und Hinderungsgründe für erfolgreiche Maßnahmen der Jugendbeteiligung.

Mehr Informationen www.kljb.org