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12

Okt.

#mehrWertFürAlle

Mehr Wertschöpfung durch Fairen Handel

Fair war immer schon „mehr“ – die Wertschöpfung im Ursprungsland zu steigern, gehört seit ihrer Gründung zu den Zielen der GEPA. Jetzt setzt das Fairhandelsunternehmen mit fairen, komplett im Herkunftsland hergestellten Kaffees neue Akzente: Unter dem Motto #mehrWertFürAlle wird mit den beiden Bio-Arabica-Röstkaffeesorten aus Honduras (Frauengenossenschaft APROLMA) und aus Guatemala (Genossenschaftsverband FEDECOCAGUA) auf eine gerechtere Verteilung von Wertschöpfung aufmerksam gemacht.


Kaffeebäuerinnen werden zu Röstmeisterinnen

Kaffeeproduzentin Dolores Cruz Benitez von APROLMA hat auf der Frankfurter Buchmesse einen der neuen fair gehandelten, im Ursprungsland gerösteten und verpackten GEPA-Kaffees vorgestellt. Der neue „Frauenkaffee“ hat große Bedeutung für die Bäuerinnen von APROLMA. Die Produzentinnen liefern nicht mehr nur hochwertigen Rohkaffee, sondern sind auf dem Weg zum gemeinsamen Kleinunternehmen: Kaffeebäuerinnen werden zu Röstmeisterinnen.

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Mehr Geld bleibt bei den Produzent*innen

„Dieses Projekt stärkt uns und ermöglicht uns, den gesamten Prozess der Kaffeeröstung im industrialisierten Maßstab kennenzulernen“, so Dolores Cruz Benitez als Koordinatorin der Röstprojektgruppe. „Damit bleibt praktisch der komplette Mehrwert, der damit verbunden ist, hier in unserer Organisation. Wir sind sehr stolz, die ersten Kaffeebäuerinnen in Honduras zu sein, die diesen Kaffee nach Europa exportieren.” Die Frauengenossenschaft hatte sich vor fünf Jahren gegründet, um hochwertigen Bio-Kaffee zu vermarkten und die Rechte von Frauen einzufordern.

„Mehr Wertschöpfung heißt auch mehr Wirkung“, so Peter Schaumberger, GEPA-Geschäftsführer für Marke und Vertrieb. „Mit unseren neuen bio und fairen Röstkaffees bleibt fast dreimal so viel Geld vor Ort wie bei kommerziellem Kaffee.”

1,87 Euro pro 250-Gramm-Päckchen erhält APROLMA für den in Honduras gerösteten und verpackten Kaffee von der GEPA – im herkömmlichen Kaffeehandel wären es nur 68 Cent für konventionellen Rohkaffee. Am Weltmarkt wird 95 Prozent des Kaffees nur als Rohware eingekauft. Fertig gerösteter und verpackter Kaffee aus dem Herkunftsland ist daher immer noch eine Ausnahme.

„Angesichts niedriger Weltmarktpreise und Auswirkungen von Klimawandel können die Röstkaffees als Endprodukt wegweisend für viele Kaffeegenossenschaften sein, hier neue Perspektiven und Einkommensmöglichkeiten zu finden“, so der GEPA-Geschäftsführer. „Daher freuen wir uns, dass sich auch bei uns immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher genauso wie Weltläden dafür einsetzen, zu mehr Wertschätzung und Wertschöpfung für Produkt und Produzent beizutragen – sowohl global als auch lokal und regional.”


Noch mehr Wertschöpfung


Nicole Klaski hat vor anderthalb Jahren mit dem Start-up The Good Food in Köln Deutschlands ersten Reste-Supermarkt eröffnet und rettet zusammen mit vielen Engagierten etwa Gemüse vor der Tonne. „Über unser Konzept machen wir die Wertigkeit von Lebensmitteln sichtbar und weisen auf das Problem der Lebensmittelverschwendung hin. Wir verkaufen in unserem Laden zum Beispiel die Nachernte, die auf den Feldern ansonsten liegen bleibt zum ‚Zahl was es Dir wert ist-Preis‘. So entsteht auch wieder Wertschöpfung. Bei vielen Menschen ist das Wissen darüber verloren gegangen, wie viel Arbeit zum Beispiel hinter landwirtschaftlichen Produkten steckt.“

Musterkalkulation Kaffee

50 faire Lebensmittel komplett aus dem Ursprung

Die neuen Röstkaffees sind zwei von rund 50 Lebensmitteln der GEPA, die teils schon seit Jahrzehnten komplett im Herkunftsland produziert werden. Im Frühjahr 2019 ergänzt ein weiterer Röstkaffee, geröstet und verpackt in Ruanda, das Sortiment. Auch Handwerksprodukte wie etwa Körbe oder Schals werden immer schon vollständig in den Produzentenländern gefertigt. 

Social-Media-Aktion und Onlinespecial: #mehrWertFürAlle

Ab dem 12.10.2018 können Interessierte an einer Social-Media-Aktion teilnehmen und per Botschaft oder Foto posten, welchen „Wert“ Fairer Handel oder Lebensmittel generell für sie haben. Infos: www.gepa.de/mehr-Wertschöpfung

 

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Ab dem 12.10.2018 können Interessierte an einer Social-Media-Aktion teilnehmen und per Botschaft oder Foto posten, welchen „Wert“ Fairer Handel oder Lebensmittel generell für sie haben. Alle Infos zum Gewinnspiel finden Sie unter: www.gepa.de/mehr-Wertschöpfung. Alle Posts und Beiträge zum Hashtag #mehrWertFürAlle werden gebündelt auf einer Social Wall gezeigt – diese können Sie hier ansehen: www.gepa.de/mehrWertFürAlle

Bildhinweis: GEPA – The Fair Trade Company/A. Welsing

Foto2:

Freuen sich nach dem erfolgreichen Pressetalk auf der Frankfurter Buchmesse auf die Einführung der neuen GEPA-Kaffees, die im Ursprungsland geröstet werden – v. l.: Nicole Klaski, Gründerin und Geschäftsführerin The Good Food; Kleber Cruz-Garcia, GEPA-Einkaufsmanager Kaffee; Dolores Cruz Benitez, Koordinatorin der Röstprojektgruppe beim GEPA-Partner APROLMA in Honduras; Barbara Schimmelpfennig, GEPA-Pressesprecherin und Peter Schaumberger, GEPA-Geschäftsführer für Marke und Vertrieb.

Bildnachweis: GEPA - The Fair Trade Company/Z. Peterek