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28

Sep.

Die GEPA setzt seit Langem Maßstäbe

Auszeichnung für „verantwortungsvolles Lieferkettenmanagement“

Sieger im Wettbewerb: Das Fair Handelsunternehmen GEPA wird beim CSR-Preis der Bundesregierung für „verantwortungsvolles Lieferkettenmanagement“ ausgezeichnet. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Staatsekretär Björn Böhning haben jetzt die fünf Preisträger des CSR-Preises in unterschiedlichen Kategorien verkündet. In ihrer Wettbewerbskategorie konnte sich die GEPA als mittelständisches Unternehmen neben vier weiteren Nominierten, darunter zwei international tätigen Konzernen, durchsetzen. Denn die GEPA hat die neunköpfige Jury als „Pionierunternehmen des Fairen Handels überzeugt“.

In der Laudatio, die als Video-Botschaft übertragen wurde, hieß es außerdem: „So gelingen langfristige und partnerschaftliche Kooperationen auch in Ländern mit schwierigen Rahmenbedingungen.“ Die Jury setzt sich aus Mitgliedern des Nationalen CSR-Forums zusammen, u. a. den Staatssekretären der Ministerien für Arbeit, Wirtschaft und Umwelt sowie Vertretern des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und des Deutschen Instituts für Menschenrechte. GEPA-Geschäftsführer Peter Schaumberger: „Diese Auszeichnung ist eine willkommene Anerkennung und kommt gerade recht zum 50-jährigen Jubiläum des Fairen Handels und 45-jährigen Jubiläum der GEPA. Wir leben vor, wie faires Wirtschaften erfolgreich möglich ist. Das ist keine Frage der Größe oder der Komplexität, sondern schlicht und einfach eine Frage des guten Willens und der Überzeugung, Menschen- und Umweltrechte entlang der globalen Lieferkette einzuhalten.“

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Das Fair Handelsunternehmen GEPA wird beim CSR-Preis der Bundesregierung für „verantwortungsvolles Lieferkettenmanagement“ ausgezeichnet. Foto: BMAS / agentur gretchen

Jurybegründung: „Die GEPA setzt seit Langem Maßstäbe“

In der Jurybegründung heißt es u. a.: „Beeindruckt ist die Jury vom individuellen und lösungsorientierten Umgang mit Problemlagen bei Lieferanten. Regelmäßige Kommunikation, langfristige Lieferbeziehungen und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit sind die Maximen des unternehmerischen Handelns. Dabei setzt das Unternehmen mit der Definition von sozialen und ökologischen Standards für die Vertragsproduzenten von Lebensmitteln, handwerklichen Erzeugnissen und Textilien bereits seit Langem Maßstäbe.

Das Preisträgerunternehmen zeigt eindrucksvoll, dass nachhaltige Lieferketten auch in Ländern mit überaus schwierigen politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen etabliert werden können.“ Staatssekretär Björn Böhning betonte außerdem die Wichtigkeit eines Lieferkettengesetzes: „Nachhaltige Lieferketten schützen Menschenrechte. Verbindliche Regeln von Unternehmensverantwortung sorgen für Rechtssicherheit und für fairen Wettbewerb. Aus diesem Grund werden wir auf nationaler Ebene ein Lieferkettengesetz auf den Weg bringen. Und wir setzen das Thema auch im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft ganz oben auf die Agenda.“

Der CSR-Preis der Bundesregierung ist eine Auszeichnung für Unternehmen, die ihre Geschäftstätigkeit dauerhaft sozial, ökologisch und ökonomisch verträglich gestalten oder auf ihrem Weg dahin deutliche Fortschritte vorweisen können.

GEPA für zivilrechtliche Haftung im Lieferkettengesetz

Als Mitglied des Forums Fairer Handel unterstützt die GEPA die Kampagne #Lieferkettengesetz. Sie spricht sich daher für zivilrechtliche Haftung im Lieferkettengesetz aus. GEPA-Geschäftsführer Peter Schaumberger: „Wir appellieren an die Bundesregierung, mit dem neuen Lieferkettengesetz ein wirksames Instrument gegen Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden in globalen Lieferketten zu schaffen. Ein Lieferkettengesetz ohne Haftung wäre ein zahnloser Tiger.“ Schaumberger wies auf die Gesetzeslücken im globalen Geschäftsverkehr hin: „Unternehmen können sich aus der Verantwortung stehlen. Das ist unhaltbar und sollte behoben werden. Nach hiesiger Rechtsprechung müssen Unternehmen für Pflichtverletzungen schließlich auch geradestehen.“

www.gepa.de

www.lieferkettengesetz.de

Titelfoto: Kunstwerk des Berliner Tape-Art-Künstlers Manolo anlässlich der Verleihung des CSR-Preises der Bundesregierung an die GEPA. Foto: BMAS/Manolo