Grabstein

04

Apr.

Faire Beschaffung wird unterschiedlich gehandhabt

In Bayern verbieten Gemeinden Grabsteine aus Kinderarbeit – Nordrhein-Westfalen fällt in Sachen faire Beschaffung zurück

Knapp 600 Kommunen in Bayern verbieten Grabsteine aus Kinderarbeit auf ihren Friedhöfen. Das geht aus einer parlamentarischen Anfrage der SPD-Sozialpolitikerin Angelika Weikert hervor, wie sie am Dienstag in München mitteilte. In etwa der Hälfte aller bayerischen Städte und Gemeinden sei ein solches Verbot bereits eingeführt oder geplant. Die andere Hälfte müsse nun bald folgen, forderte Weikert. Die Staatsregierung solle deshalb die Verantwortlichen überzeugen, dass man gegen Kinderarbeit ankämpfen müsse.

Dagegen wurde vom Landtag in NRW erst kürzlich die Nachweispflicht zur Einhaltung internationaler Arbeitsrechte und Umweltstandards aus dem Tariftreue- und Vergabegesetz (TVgG) NRW gestrichen. Mit der Gesetzesänderung ist eine landesweit einheitliche Regelung, die die öffentliche Beschaffung auch an Menschenrechten und Umweltstandards ausrichtet, abgeschafft.

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