FairTradeForFuture_936x323.jpg

28

Nov.

#FairTradeForFuture statt Black Friday

Kauf-Nix-Tag statt Schnäppchenjagd auf Kosten Dritter

  • Menschenrechtsverletzungen in Lieferketten gesetzlich stoppen
  • Unternehmerische Sorgfaltspflicht: Deutschland als Schlusslicht

Der Black Friday am 29. November gilt als Schnäppchentag des Jahres. Händler locken mit massiven Rabatten in Online-Shops und Läden. Für den Handel markiert der Tag den Start in das Weihnachtsgeschäft. Für Organisationen wie Fairtrade unde die GEPA ist er Höhepunkt eines höchst fragwürdigen Konsums. Den Preis unseres Billigkonsums zahlen andere: Näherinnen in Textilfabriken oder Baumwollbauern verdienen oft nicht einmal genug, um ihre Familien gut zu versorgen. Wir rufen stattdessen zum Kauf-Nix-Tag auf“, heißt es bei Fairtrade-Deutschland. Statt überflüssigem Konsum zu frönen, sollten Verbraucher*innen ihre Einkaufsmacht gezielt als politisches Instrument nutzen.

Unter dem Motto „Streik statt Rabattjagd – gemeinsam für eine faire Zukunft“ solidarisiert sich die GEPA mit den Zielen der Bewegung #fridaysforfuture und ruft für den 29. November zur Teilnahme am weltweiten Klimastreik auf. „Gehen Sie am 29.11. in Ihrer Stadt fürs Klima auf die Straße und boykottieren Sie den „Black Friday“!“, fordert die GEPA.

Unternehmerische Sorgfaltspflicht: Deutschland als Schlusslicht
Während Nachbarländer wie Großbritannien und Frankreich bereits verbindliche Gesetze haben, um Umwelt- und Menschenrechtsverletzungen im Ausland zu ahnden, hinkt Deutschland hinterher. Ein Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen fordert, dass auch deutsche Unternehmen künftig für Missstände in ihren Produktionsstätten per Gesetz haften. Im Falle eines Unglücks wie dem Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch 2013 könnten Geschädigte dann vor einem deutschen Gericht klagen. TransFair unterstützt die Forderung nach einem Lieferkettengesetz. Der verbindliche Schutz von Menschenrechten ist ein Bestandteil der politischen Forderungen des Vereins.

Freiwilliges Engagement darf nicht zum wirtschaftlichen Nachteil werden
Mit dem Nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte setzt die Bundesregierung bisher auf freiwillige Sorgfaltspflicht. Experten kritisieren das.

#FairTradeForFuture – Gemeinsam für eine faire Zukunft“ ist der Titel eines im Mai von der GEPA veröffentlichten Positionspapiers. Offensichtlich sind die Schüler*innen in der Lage, den Weltklimabericht besser zu verstehen als die verantwortlichen Parlamentarier*innen. „Diese setzen im Gegenteil aus unserer Sicht seit Jahrzehnten auf die ressourcenintensive Wirtschafts- und Lebensweise in den Industrieländern, ausgetragen auf dem Rücken der Länder des Globalen Südens.

Unter dem Hashtag #FairTradeForFuture machen wir auch in Social Media auf die Anliegen unserer Handelspartner und des Fairen Handels aufmerksam. Weltläden und der GEPA-FAIRkauf unterstützen ganz konkret die Schülerdemonstrationen mit fairen Produkten“, so die GEPA.

Vorschläge der Regierung zu zaghaft

Am 29.11. stimmt der Bundesrat über die Vorschläge im „Klimapaket“ der Bundesregierung ab. Wir unterstützen die Forderung von #EntrepreneursForFuture nach einem leistungsfähigen und zukunftsstarken Klimapaket – die jetzigen Vorschläge der Bundesregierung sind auch aus unserer Sicht nicht ausreichend. Dass ein nachhaltiges Wirtschaften möglich ist, zeigen Unternehmen wie die GEPA seit Jahrzehnten. Spätestens jetzt braucht es einen anderen politischen Rahmen. Peter Schaumberger, GEPA-Geschäftsführer Marke und Vertrieb: „Als Pionier im Fairen Handel fördern wir die Umstellung auf ökologische Landwirtschaft, unterstützen unsere Produzenten-Partner bei der Anpassung an den Klimawandel und setzen uns politisch in Nord und Süd für eine tiefgreifende und verbindliche Klimapolitik ein; und das auch noch mindestens die nächsten 44 Jahre!“

An die Politik: Wir fordern ein leistungsstarkes Klimapaket!

Als Fair Handelsunternehmen hat sich die GEPA den beiden Kampagnen #nichtmeinErbe (nichtmeinerbe.de) und #EntrepreneursForFuture (entrepreneurs4future.de) angeschlossen.