Grabstein

27

Jun.

Kirche fordert Verbot von Grabsteinen aus Kinderarbeit

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) hält an ihrer Forderung nach einem gesetzlichen Verbot von Grabsteinen aus Kinderarbeit fest. EKBO-Sprecherin Heike

Krohn-Bräuer kritisierte am Freitag auf Anfrage, dass der Innenausschuss des Brandenburger Landtags am Vortag einen Antrag der Grünen abgelehnt hatte, ein entsprechendes Verbot im Bestattungsgesetz

des Landes festzuschreiben.

 

Krohn-Bräuer erklärte, ein rechtssicheres Verbot von Grabsteinen aus Kinderarbeit auf evangelischen Friedhöfen sei nur möglich, wenn es eine entsprechende landesgesetzliche Regelung gebe. Sie verwies auf

Gerichtsurteile, die Friedhofssatzungen, die ein Verbot festschreiben, ohne solche Gesetzgebung für illegal erklärten. Derzeit müssten Angehörige daher selbst darauf achten, welche Herkunft Grabsteine hätten.

Der Sprecher des katholischen Erzbistums Berlin, Stefan Förner, erklärte auf Anfrage, dass es in den Friedhofsordnungen des Erzbistums noch keine Regelungen zu Grabsteinen aus Kinderarbeit gebe. Auch Katholische Hilfswerke seien mit dem Thema befasst.

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