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13

Aug.

Menschenrechtsbeauftragte ruft zum Schutz indigener Völker auf

KNA-Meldung. Die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Bärbel Kofler, zeigt sich in Sorge um die Lage von indigenen Völkern: „Bereits vor der Covid-19-Pandemie mussten indigene Völker in vielen Ländern tagtäglich um ihre Existenzgrundlage kämpfen.“ Die Ausbreitung des Virus habe ihre Lage nochmals massiv verschlechtert.

Am 9. August wurde der Internationale Tag der indigenen Völker begangen. Die Indigenen seien durch Enteignungen und Vertreibungen, Armut und wenig Zugang zu Bildung, durch mangelhafte Gesundheits- und Sanitätsversorgung besonders gefährdet, mahnte Kofler. Sie rief die betroffenen Regierungen auf, „bei der Pandemie-Bekämpfung auf diese prekäre Lage der indigenen Völker besonders Rücksicht zu nehmen“. Kofler erinnerte an die Selbstverpflichtung der Bundesregierung, das internationale Übereinkommen für die Rechte indigener Völker zu ratifizieren. „Ich setze mich mit Nachdruck dafür ein, dass wir es noch in dieser Legislaturperiode verabschieden und so ein starkes Zeichen unseres Engagements für die indigenen Völkersetzen.“ Etwa 370 Millionen Menschen weltweit gelten als indigene Bevölkerungsgruppen. Im Jahr 1994 riefen die Vereinten Nationen den ersten Internationalen Tag indigener Völker aus, um auf deren schwierige Lageaufmerksam zu machen. In vielen Ländern werden indigene Gruppen benachteiligt, weil ihre Lebensräume eingeschränkt und sie auf vielfache Weise diskriminiert und marginalisiert werden. Im Vergleich zu anderen Bevölkerungsgruppen ist die Armut in indigenen Gruppen etwa dreimal so hoch. Auch Umweltzerstörung spielt eine zentrale Rolle: In den Gebieten indigener Völker befindet sich ein Großteil der globalen Artenvielfalt.

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