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26

Jan.

Neue Roadmap für Zukunft des Fairen Handels

Fairtrade Deutschland verabschiedet neue 5-Jahres-Strategie

Fairtrade setzt sich bereits erfolgreich für globale Handelsgerechtigkeit, nachhaltige Produktion und bewussten Konsum sowie bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen ein. Die neue 5-Jahres-Strategie soll diese Rolle weiter stärken. Alle fünf Jahre überprüft Fairtrade Deutschland (Transfair e.V.) den Schwerpunkt seiner Arbeit und passt die eigene Strategie an. 2021 ist es wieder soweit: Für die Zeit bis 2025 hat sich Fairtrade ehrgeizige Ziele gesetzt. Darunter mehr Wirkung im globalen Süden, höhere Marktanteile in Deutschland, höhere finanzielle Transfers in die Anbauländer und verstärktes Engagement für politische Ziele mit der Einbindung junger Menschen.

Die neue 5-Jahres-Strategie von Fairtrade Deutschland basiert auf den Zielen für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG), die von der UNO erarbeitet wurden. Sie dienen als Orientierung bei der Hauptaufgabe von Fairtrade: Die Förderung des Fairen Handels in globalen Lieferketten mit Produzentengruppen und lohnabhängig Beschäftigten in den Ländern des sogenannten globalen Südens.

Die Fairtrade-Strategie wird auf internationaler Ebene verabschiedet, innerhalb dieses Rahmens setzt Fairtrade Deutschland eigene Schwerpunkte. Das ultimative Ziel: Eine Welt, in der alle Produzentinnen und Produzenten im Süden ein sicheres und gutes Leben führen, ihr Potenzial ausschöpfen und über ihre Zukunft selbst entscheiden können. Einige Ziele aus der Strategie 2021 – 2025 im Überblick:

Mehr Wirkung im Süden

Schon heute profitieren rund 1,7 Millionen Menschen in über 70 Ländern des globalen Südens vom Handel mit Fairtrade-zertifizierter Ware. Das soll weiter ausgebaut werden: Bis 2025 sollen Produzentenorganisationen allein aus den Verkäufen in Deutschland 60 Millionen Euro Fairtrade-Prämieneinnahmen erhalten (2019: 38 Millionen Euro). Darüber hinaus setzt sich Fairtrade Deutschland mit konkreten Projekten für existenzsichernde Einkommen und Löhne ein. Weiterer Schwerpunkt der Arbeit sind die Stärkung kleinbäuerlicher Strukturen, die Förderung der Geschlechtergerechtigkeit sowie Kindesschutz und Arbeiterrechte. Fairtrade verstärkt zudem das eigene Klima-Engagement, etwa durch klimaneutrale Lieferketten.

Positive Marktentwicklung in Deutschland

Je mehr Fairtrade-Produkte in Deutschland verkauft werden, desto mehr finanzielle Ressourcen fließen in den globalen Süden. Daher zielt Fairtrade Deutschland auf die Erhöhung der Marktanteile hierzulande, weiteres Wachstum zusammen mit bestehenden Lizenzpartnern sowie die Verbreitung der Produktpalette und die Akquisition weiterer Lizenznehmer. Der Mengenabsatz soll jährlich deutlich wachsen.

Förderliches gesellschaftliches und politisches Umfeld

Fairtrade wird bereits als wichtige Stimme in der Diskussion zu den menschenrechtlichen Verpflichtungen in globalen Lieferketten wahrgenommen. Künftig wird Fairtrade Deutschland seine Meinung hierzu stärker artikulieren – auch durch die Einbindung seines Netzwerkes und seiner Mitgliedsorganisationen in gesellschaftlichen Diskussionen sowie durch die Aktivierung junger Menschen, etwa durch Jugendprogramme. Über 700 deutsche Städte bekennen sich bereits zum Fairtrade-Gedanken und dürfen sich Fairtrade Towns nennen, genau wie über 750 Fairtrade Schools und 20 Fairtrade-Universitäten. Zum einem sollen weitere solcher Partnerschaften geschlossen werden, zum anderen soll sich dieses Netzwerk zusammen mit Fairtrade für gemeinsame politische Forderungen einsetzen – wie zum Beispiel ein Lieferkettengesetz.

Fairtrade setzt sich bereits erfolgreich für globale Handelsgerechtigkeit, nachhaltige Produktion und bewussten Konsum sowie bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen ein. Die neue Strategie soll diese Rolle stärken damit das Ziel der Fairtrade-Bewegung – bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen für Menschen im globalen Süden – auf breiter Basis erzielt werden kann.

Weitere Infos: www.fairtrade-deutschland.de

Foto: Fairtrade setzt sich bereits erfolgreich für globale Handelsgerechtigkeit, nachhaltige Produktion und bewussten Konsum sowie bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen ein. Die neue 5-Jahres-Strategie soll diese Rolle weiter stärken. Foto: Fairtrade-Deutschland