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20

Nov.

Schokoladen im Test: Gut für Grand Noir Zarte Bitter 70%“

Auch Nachhaltigkeit im Check: GEPA zahlt Erzeugern Preise weit über Weltmarktniveau

Fair und gut: Erfreuliche Nachrichten für die GEPA Schokolade Grand Noir Zarte Bitter 70%: In der aktuellen Dezember-Ausgabe der Zeitschrift „test“ hat sie mit „gut“ abgeschlossen. Insgesamt wurden 24 Bitterschokoladen getestet, davon schnitten 13 mit „gut“ ab, neun sind „befriedigend“ und zwei „ausreichend“.

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Bei den Einzelbewertungen erhielt die GEPA zweimal „sehr gut“ („Mikrobiologische Qualität, Nutzerfreundlichkeit Verpackung) und dreimal „gut“ (Sensorik, Inhaltsstoffe, Deklaration). Warentest bescheinigte der GEPA außerdem, den Erzeugern Preise „weit über Weltmarktniveau“ zu zahlen. Darüber hinaus hat Warentest auch die Nachhaltigkeitsaussagen auf den Verpackungen von acht Anbietern überprüft.

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Kakao-Anbau: Preis bestimmt das Familieneinkommen

Die GEPA konnte die Fragen zu Produktionsbedingungen bei ihrem Kakaopartner COOPROAGRO (Dominikanische Republik) und zu Nachhaltigkeitsversprechen allgemein - unter anderem auf der Verpackung - anhand konkreter Angaben wie Preise, Lieferkette, externe Kontrolle sowie Rechnungen, Zertifikate, Verträge transparent und plausibel belegen. Wie Michael Windfuhr, stellvertretender Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte, hervorhebt, hängt vom Preis das Familieneinkommen ab. Warentest wies auch darauf hin, dass ausbeuterische Kinderarbeit bislang nur unzureichend eingedämmt wird.

Die GEPA zahlte im letzten Jahr ihren Partnergenossenschaften in Lateinamerika und Afrika durchschnittlich etwa 3.600 US-Dollar pro Tonne Bio-Kakao. Die GEPA lag damit 56,5 Prozent über dem durchschnittlichen Weltmarktpreis (2.300 US-Dollar, de.statista.com) und im Durchschnitt mehr als 22 Prozent über dem Fairtrade-Mindestpreis (2.940 US-Dollar inkl. Fairtrade- und Bioprämien). Dieser Fairtrade-Preis wurde inklusive Prämien im Herbst 2019 angehoben.

COOPROAGRO: Verbesserte Infrastruktur

Die GEPA arbeitet seit 2007 mit der Genossenschaft COOPROAGRO (Dominikanische Republik) zusammen, die zu ihren wichtigsten Lieferanten für Bio-Kakao zählt. Aus der Fairtrade-Prämie wurden u.a. Straßen, Stromleitungen und Straßenlaternen sowie ein Gemeindesaal finanziert. Außerdem investierte die Genossenschaft in eine dezentrale Verarbeitungsanlage und stellte Gelder für Angestellte und Arbeiter*innen bereit. Über die Verwendung entscheidet ein Arbeiterkomitee, in dem Angestellte, Arbeiter*innen und Saisonarbeiter*innen gleichermaßen entscheiden.

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COOPROAGRO entwickelt darüber hinaus einen Drei-Jahres-Plan mit Prämien-Ausschüttungen für die Gemeinden sowie ein Ausbildungs- und Fortbildungsprogramm für die Kleinbäuer*innen.

Transparente Lieferkette

Die GEPA verzichtet bei der Produktion ihrer Schokolade auf Mengenausgleich. Die bei COOPROAGRO zu fairen Bedingungen angebauten Kakaobohnen sind tatsächlich in der von Warentest untersuchten Lot-Nummer enthalten (physische Identität). Die Schokolade ist laut GEPA-Slogan „von der Bohne bis zur Tafel fair“, was die GEPA auch anhand von Verträgen, Rechnungen, Rezepturen und Produktionsprotokollen belegen konnte.

Lieferkettengesetz zur Einhaltung der Menschenrechte

Tritt das geplante Lieferkettengesetz in Kraft, müssen Hersteller dokumentieren, wie Menschenrechte entlang der Lieferkette eingehalten werden. Laut Bundverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) reicht der Einkauf von nachhaltig zertifiziertem Kakao aus, was Warentest anders bewertet.

Für die GEPA als 100-prozentige Fair Handelsorganisation sind die Hauptkriterien des Fairen Handels wie Mindestpreise, Vorfinanzierung bei nachhaltig zertifiziertem Kakao nicht abgedeckt. Dort liegt der Schwerpunkt mehr auf Ertrags- und Qualitätsverbesserung.

Als Mitglied des Forums Fairer Handel unterstützt die GEPA die Kampagne lieferkettengesetz.de. Sie spricht sich daher für zivilrechtliche Haftung im Lieferkettengesetz aus. Darüber hinaus ist die GEPA erst kürzlich für ihre eigene Pionierarbeit in der Kategorie „Verantwortungsvolles Lieferkettenmanagement“ beim „CSR-Preis der Bundesregierung“ ausgezeichnet worden.

www.gepa.de

zu den Fotos:

GEPA-Schokoladen in kompostierbarem Innenwickel

GEPA-Schokoladen und Riegel sind in einem Innenwickel verpackt, der zu über 90 Prozent aus FSC-/PEFC-zertifiziertem Holzzellstoff besteht. Damit sind wir einer der ersten Anbieter, der eine solche heimkompostierbare Innenfolie („OK Compost Home Comformity Mark“) verwendet.

Foto: GEPA – The Fair Trade Company/C. Schreer

CECAQ-11: GEPA-Kakaopartner aus São Tomé

Den Fair Trade- und Biorohkakao für die „Grand Noir Zarte Bitter 70%“ bezieht die GEPA u. a. von ihren Partnern COOPROAGRO aus der Dominikanischen Republik und von der Genossenschaft CECAQ-11 auf São Tomé. „Wir haben gelernt die Umwelt zu schützen, weil wir von ihr abhängig sind“, so Danielson Silva, Präsident der Teilgenossenschaft Claudino Faro (CECAQ-11).

Foto: CECAQ-11

Kakaobauer Juan Edito Hernandez von COOPROAGRO

Juan Edito Hernandez: „Andere Unternehmen zahlen, was sie wollen. COOPROAGRO zahlt einen fairen Preis für alle.“ Die GEPA zahlt COOPROAGRO in der Regel Preise, die über die Mindestanforderungen von Fairtrade International hinausgehen. Von den Mehrpreisen des Fairen Handels konnten hier schon Brücken gebaut, Straßen repariert und Haushalte mit Strom versorgt werden.

Foto: GEPA – The Fair Trade Company

Stiftung Warentest: „Gut“ für GEPA Grand Noir Zarte Bitter 70%

Foto: GEPA – The Fair Trade Company