tast of africa

16

Feb.

Taste Fair Africa

GEPA: Partnerschaft und Fairness in der Wertschöpfungskette für Afrika – ein neues Sortiment auf der BIOFACH präsentiert

„Taste Fair Africa“, so heißt das neue Sortiment, das die GEPA auf der Internationalen BIOFACH-Messe in Nürnberg vorgestellt hat. Drei Kaffeevariationen aus Uganda und fünf neue Schokoladen mit Kakao aus São Tomé bilden den Start: der filterfein gemahlene „Bio Café Maliba“, der Crema „Bio Caffè Crema Bassaja“ sowie der „Bio Espresso Ankole“, die letzteren beiden als ganze Bohne. Unter den Schokoladen finden sich zwei neue vegane Sorten: die „Bio Chocolat Noir Chili“ und „Bio Chocolat Lemon“. Mit der Vollmilchkreation „Bio Salty Caramel“ greift die GEPA den Trend zur Kombination aus süß und salzig auf. Weitere Produkte, z. B. Instantkaffee und Trinkschokolade sind geplant.


Die GEPA legt mit fair gehandelten Produkten aus Afrika ganz bewusst den Schwerpunkt auf diesen vielfältigen Kontinent. Gleichzeitig macht das Fair Handelsunternehmen auf die Bedeutung des bio und fairen Fachhandels bei der Vermittlung von Werten wie Fairer Handel und Bio-Anbau aufmerksam. Afrikas belastende Kolonialgeschichte reicht bis in die Neuzeit – hochwertige Produkte, unter fairen Bedingungen hergestellt – vermitteln jedoch Eindrücke jenseits der üblichen Klischees.  

„Wir wünschen uns Partnerschaft in der ganzen Kette zwischen allen, die sich für Fairen Handel mit und in Afrika engagieren – von den Menschen in den Anbauländern über die GEPA und den Handel bis zu Verbraucherinnen und Verbrauchern“, erklärte Peter Schaumberger, GEPA-Geschäftsführer für Marke und Vertrieb. „Weltläden und Naturkosthandel sind für uns zwei Wurzeln desselben Baumes und damit eine Wertegemeinschaft, mit der wir  zusammen Veränderung auch im wirtschaftlichen Handeln bewirken wollen. Wenn wir weltweit Produktionsweisen etablieren, die möglichst fair, möglichst bio, möglichst nachhaltig sind – dann ist das der Entwurf für eine globale Wirtschaftsform“, so Peter Schaumberger.

Hauptsächlich Frauen gehören zum Kooperativen-Dachverband Bukonzo. Die Gleichberechtigung von Frau und Mann umzusetzen, ist das große Thema der Organisation, von der die GEPA Rohkaffee für die neuen Kaffees des „Taste Fair Africa“-Sortiments bezieht

Vom Genossenschaftsverband ACPCU aus Uganda stammt etwa der hochwertige Bio Robusta-Kaffee für den neuen „Bio Espresso Ankole“. „,Taste Fair Afrika‘ bedeutet für mich ein sehr hochwertiger Qualitätskaffee, Verbesserung der Lebensbedingungen der afrikanischen Bäuerinnen und Bauern sowie eine ökologische und nachhaltige Landwirtschaft in Afrika“, betonte Betriebsleiter Stanley Maniragaba. Die Verbindung von Kaffeeproduzenten und Konsumentinnen ist ihm besonders wichtig. „Auch die Bäuerinnen und Bauern sollten sich bewusst machen, dass es den Verbrauchern gut geht, wenn sie eine gute Kaffeequalität bekommen. Fair Trade hat unseren Mitgliedern Hoffnung und neues Selbstbewusstsein gegeben. Sie macht es froh, zu wissen, dass ihr Kaffee auf dem europäischen Markt verkauft wird.“ 

„Am Konzept des Fairen Handels finde ich einfach klasse, dass jeder auch den fairen Lohn für seine Arbeit bekommt“, so GEPA-Schokoladenbotschafterin Celia Šašić. „Davon profitieren, denke ich, alle, und deshalb ist es der richtige Weg, gerade auch für die viele Kleinbäuerinnen und -bauern in Afrika“, sagte die ehemalige Fußballnationalspielerin, die selbst Wurzeln in Kamerun und Frankreich hat. Sie unterstützt das Anliegen der GEPA, mit dem Sortiment zu einem anderen Afrika-Bild beizutragen.

Gifty Rosetta Amo Antwi hat sich schon lange in Weltläden engagiert und ist seit zwei Jahren Geschäftsführerin des „Weltladen Unterwegs“ in Mainz. „Mein Kernanliegen ist, dass Menschen über den Fairen Handel eine Stimme bekommen, die sonst nicht so gehört werden. Wichtig ist mir daher, dass auch in Weltläden mehr afrikanische Produkte vertreten sind“, sagte Gifty Rosetta Amo Antwi. „Über das Verkaufen hinaus ist die Stärke der Weltladen-Bewegung das Hinterfragen ungerechter Strukturen sowie die Arbeit mit Schulen und Jugendgruppen. Das ist das Profil der Weltläden“, so die Ethnologin.