Geld für Afrika

24

Nov.

„Wir haben auch schon profitiert“

20 Jahre Katholischer Fonds für weltkirchliche Bildungsarbeit – viele Weltläden und Gruppen werden unterstützt

 

Der Katholische Fonds feiert am Freitag in München sein 20-jähriges Bestehen. Die von der Deutschen Bischofskonferenz gegründete Organisation fördert seit 1997 weltkirchliche und entwicklungsbezogene Bildungsarbeit in Deutschland mit jährlich einer halben Million Euro. Die Leitung wurde den großen katholischen Hilfswerken missio, Adveniat, Caritas International, Misereor und Renovabis übertragen. Vorsitzender des beschlussfassenden Kuratoriums ist der Präsident von missio München, Wolfgang Huber.

Der Fonds legt nach eigener Darstellung einen Schwerpunkt seiner Projektförderung auf Regionen in Deutschland, in denen weltkirchliche Arbeit wenig verwurzelt ist. "Wir wollen ein Bewusstsein dafür schaffen, dass unser Konsumverhalten und unser Lebensstil negative Auswirkungen auf die Länder des Südens und auf Osteuropa haben", sagt Geschäftsführerin Theresia Koller. Wer dies vor Augen habe, der verstehe auch Flüchtlinge und Arbeitsmigranten.

missio-Präsident Huber spricht von einer "Erfolgsgeschichte". Der Fonds mache "wirkliche Begegnung über die Kontinente hinweg und im Geist des Evangeliums möglich". Seit zehn Jahren vergibt der Fonds mit dem evangelischen Hilfswerk Brot für die Welt einen Ökumenischen Förderpreis. Die Auszeichnung unter der Schirmherrschaft von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) würdigt das Engagement der mehr als 1.000 Projekte, die jährlich von den beiden kirchlichen Trägern im Inland gefördert werden.

Auch zahlreiche Weltläden und Aktionsgruppen in unserer Region haben in den vergangenen 20 Jahren finanzielle Unterstützung aus dem Katholischen Fonds erhalten.

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