Brot für die Welt

12

Dez.

WTO-Ministerkonferenz in Buenos Aires

Brot für die Welt: Interessen armer Staaten mehr berücksichtigen

Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt hat von der Welthandelsorganisation (WTO) verlangt, auch die Interessen armer Staaten zu berücksichtigen. Bei der am Sonntag begonnenen WTO-Ministerkonferenz in Buenos Aires stehe das Versprechen auf dem Spiel, dass Handel auch ärmeren Staaten mehr Reichtum und Entwicklung bringe, erklärte das Hilfswerk in Berlin.

WTO

"Ohne Ausnahmeregeln für Entwicklungsländer und ein ernsthaftes Entgegenkommen der Industriestaaten drohen arme Länder im weltweiten Freihandel unter die Räder zu geraten", betonte Handelsexperte Sven Hilbig. "Ohne Schutzmaßnahmen zum Aufbau einer eigenen Industrie und der lokalen Märkte vor Billigimporten verlieren ärmere Länder die Chance einer eigenständigen Entwicklung."

Weltweit werde die Armutsbekämpfung gefährdet, "weil reiche Länder auf offene Märkte für den Export von beispielsweise ihren Weizenüberschüssen pochen", kritisierte zudem Francisco Mari, Referent für Welternährung bei Brot für die Welt. Beim Thema Fischereisubventionen sei bislang kein Konsens abzusehen. "Es ist ein Armutszeugnis für die WTO, dass die Plünderung der Fischgründe durch hoch subventionierte industrielle Fangflotten nicht endlich beendet wird."

Copyright 2017 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH.

Foto: 59. Aktion "Wasser für alle": Wasserversorgung durch eine Wasserleitung von einer Quelle zur Bewässerung von Gemüsegärten mit einem Sprinklersystem. Bauer Samson Murithi; 35 Jahre, auf seinem Feld mit Kürbis und Papaya. In der trockenen Region Mount Kenya East unterstützt die Anglikanische Kirche mittellose Familien; die unter den Folgen des Klimawandels leiden; mit neuen Methoden der Regenwassernutzung.; Das Projekt wird gefördert von Brot für die Welt.
Copyright: Jörg Böthling / Brot für die Welt