Faire Gemeinde

28

Feb.

Zeichen sozialer Gerechtigkeit

Initiative zur Stärkung des Fairen Handels in den Kirchengemeinden kürt 100. „Faire Gemeinde“ im Bistum Osnabrück

Im Bistum Osnabrück und dem evangelischen Kirchenkreis Osnabrück gibt es eine Vielzahl an Gemeinden, die sich im fairen und ökologischen Bereich engagieren. Mit der Aktion „Faire Gemeinde“ sollen Kirchengemeinden ermutigt werden, faire und ökologische Aspekte in ihrem Kaufverhalten zu berücksichtigen.


„Durch die Initiative Faire Gemeinde wird eine praktische,
weltumspannende Solidarität möglich. So können wir als
Kirche dem Auftrag des Evangeliums nachkommen und
Gerechtigkeit konkret mitgestalten. Faire Gemeinden fördern
unsere Glaubwürdigkeit. Ich freue mich, wenn sich in
unserem Bistum viele Gemeinden und Pfarreiengemeinschaften
an der Aktion beteiligen, und unterstütze die Initiative ausdrücklich.“ Bischof Bode


Mitte Februar wurde nun die 100. „Faire Gemeinde“ im Bistum ausgezeichnet. Entstanden ist die Idee 2012 auf Anregung der Süd Nord Beratung e.V. (VEB). Dirk Steinmeyer, Fairhandelsberater beim VEB: „Wir wurden damals von Kirchengemeinden angesprochen, was sie tun könnten, um den Fairen Handel, aber auch Umweltaspekte in den Kirchengemeinden zu verankern. Daraus entstand ein Konzept, das mit der Bischöflichen

Kommission für Mission, Entwicklung und Frieden im Bistum Osnabrück und der Katholischen LandVolkHochschule Oesede umgesetzt wurde, sich aber auch an die evangelischen Gemeinden in den Kirchenkreisen richtet.“

 

Die Kriterien sind nicht zu hochgesteckt, sollen dennoch ein deutliches „Mehr“ sein, als fair gehandelten Kaffee im Pfarrheim auszuschenken:

 

• Faire Verköstigungen bei Veranstaltungen

• Durchführung von öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen zum Fairen Handel

• Faire Geschenke (Präsentkörbe, Produkte aus Fairem Handel...)

• Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (Gemeindebrief, Internetseite)

• Fair gehandelte Blumen als Schmuck in der Kirche oder bei festlichen Anlässen

• Eigene faire Aktivitäten

 

Aber auch ökologische Aspekte gehören mit in den Maßnahmenkatalog:

 

• Vermeidung von Einweggeschirr und Einwegflaschen

• Umsetzung von Energiesparmaßnahmen (energiesparende Leuchtmittel etc.)

• Einsatz regional und biologisch erzeugter Produkte

• Verwendung von Recyclingpapier

• Nutzung von Ökostrom

• Eigene ökologische Aktivitäten

 

Überregionale Vernetzungstreffen dienen zum Austausch und der Impulsgebung: „Unser Hauptanliegen ist es, die fairen Gemeinden zu vernetzen und sie fortzubilden“, sagt Dirk Steinmeyer von der Süd-Nord-Beratung. Wichtig sei, dass die Kirche beim Thema weltweite Gerechtigkeit und Fairer Handel vorangehe.

Gundis Jansen-Garz

 Foto: Karin Knus