Und immer wieder Sudan

Bedroht Corona den Friedensprozess?

Der Südsudan erklärte am 9. Juli 2011 seine Unabhängigkeit nach Jahren eines gewaltvollen Bürgerkriegs. Seither wurde sowohl der Staatsbildungs- als auch der Friedensprozess immer wieder von massiven Gewaltausbrüchen zwischen Bevölkerungsgruppen bedroht. Auch die Umsetzung eines Ende 2018 geschlossenen Friedensabkommens verlief bisher schleppend. Doch Anfang des Jahres konnte die Regierung einen ersten Erfolg verzeichnen und eine Einheitsregierung bilden, mit der Hoffnungen auf mehr Stabilität, Sicherheit und die ersten offiziellen Wahlen des jüngsten Staates der Welt verbunden sind. Das Coronavirus stellt in dem fragilen Land somit nicht nur eine Gefahr für die Gesundheit seiner Einwohner oder die Wirtschaft des Landes dar, sondern auch für den Friedensprozess.

WEITER LESEN
Kleber1.jpg

Eine Situationsbeschreibung von Kleber Cruz

In letzter Zeit habe ich sehr oft und sehr lange mit Vertreter*innen von Kaffeegenossenschaften aus Lateinamerika über die Lage während der Corona Krise gesprochen. Wenn ich mit ihnen über die Nachrichten, die man über den Kontinent liest oder hört, spreche, gewinnen sie den Eindruck, Lateinamerika stünde erst durch Corona vor einer humanitären Katastrophe. Leider ist es aber so, dass Corona schmerzhaft sichtbar macht, was im Laufe der lateinamerikanischen Geschichte schiefgelaufen ist. Humanitäre Katastrophen sind der normale Zustand des Kontinents, in der jüngsten Vergangenheit sind die Flüchtlinge aus Venezuela oder die Caravana aus Honduras der lebende Beweis dafür.

WEITER LESEN
Lieferkettengesetz-Motiv_Allgemein_quer_sRGB.jpg

Forderungen an Entwicklungspolitik während Ratspräsidentschaft

KNA-Meldung
Die Hilfsorganisation Brot für die Welt hat an die Bundesregierung appelliert, die Zeit der deutschen EU-Ratspräsidentschaft auch für die Umsetzung von mehr entwicklungspolitischen Maßnahmen zu nutzen. Dazu gehören unter anderem die Unterstützung von Staaten weltweit in der Corona-Krise, der Kampf für die Einhaltung von Menschenrechten - zum Beispiel in Lieferketten - sowie der Klimaschutz, wie die Organisation am Dienstag in Berlin mitteilte. Außerdem forderte Brot für die Welt, eine Agrar- und Ernährungswende durchzusetzen und die Zusammenarbeit mit den afrikanischen Ländern auszubauen.

WEITER LESEN
Kinderarbeit

Ein Schwerpunkt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft

Anlässlich des Welttages gegen Kinderarbeit am 12. Juni wies Bundesentwicklungsminister Gerd Müller auf den Anstieg der Zahl von Kinderarbeitern hin. Der Kampf gegen Kinderarbeit und sexuelle Ausbeutung wird ein Schwerpunkt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft sein. In diesem Rahmen soll u.a. die Grundlagen für ein europäisches Lieferkettengesetz geschaffen werden, das Unternehmen verpflichtet, Kinderarbeit zu beenden.

WEITER LESEN