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„Erstmals bewegen wir uns mit dem im Geschäftsjahr 2025 erwirtschafteten Umsatz im dreistelligen Millionenbereich – trotz aller Herausforderungen ein Rekordwert“, erklärte der Kaufmännische Geschäftsführer Matthias Kroth. „Die GEPA hat einen Großhandelsumsatz von 104 Millionen Euro erreicht, ein Plus von 22,7 Prozent zum Vorjahr. Verbraucher*innen kauften für rund 126,9 Millionen Euro (Umsatz zu Endverbrauchspreisen) z.B. Kaffee, Schokolade, Tee, Honig und Handwerksartikel ein. Die Anpassung der Endverbrauchspreise im April letzten Jahres aufgrund hoher Rohwarenpreise bei Kaffee und Kakao haben die Kund*innen überwiegend akzeptiert. „Wir hatten zwar in der Folge moderate Absatzrückgänge bei Kaffee und Schokolade, konnten aber insgesamt unsere Marktposition festigen. Wir freuen uns, dass wir mittlerweile 89,6 Prozent unseres Lebensmittelumsatzes mit Produkten aus geprüft ökologischem Anbau erzielen“, so Matthias Kroth.
Bei zentralen Weichenstellungen für die Zukunft – etwa der Photovoltaikanlage auf dem Lagerdach der GEPA – ist durch eine Erweiterungsinvestition in einen Speicher eine Erhöhung des Autarkiegrades von 50 auf über 70 Prozent geplant. „Das ist ein wichtiger Schritt angesichts der aktuellen Energiesituation“, sagte Matthias Kroth. Darüber hinaus konnten nach einem Jahr Betrieb bereits 311 Tonnen CO2 eingespart werden.
„Wir danken allen Engagierten entlang der Lieferkette sowie den Weltläden, die sich seit Jahrzehnten mit großer Überzeugung und Ausdauer für den Fairen Handel einsetzen“, sagte Peter Schaumberger, Geschäftsführer Marke und Vertrieb. „Dass Fairness und Qualität Verbraucher*innen überzeugt, zeigt sich eindrucksvoll am 40‑jährigen Geburtstag unseres bio‑ und fairen Klassikers Organico. Was 1986 als erster fairer Bio-Kaffee auf dem deutschen Markt begann, hat sich zu einer ganzen Produktfamilie entwickelt und ist heute eine der bekanntesten Kaffeemarken des Fairen Handels – über Generationen hinweg.“
Mit der neuesten Sorte „organico blonde fairness“ sollen besonders junge Zielgruppen angesprochen werden, weil hier Röstprofile mit betont fruchtigen Aromen besonders im Trend liegen. Auch mit den neuen Nussriegeln wird das Thema der Kombination von Genuss mit Haltung – „Fairness mit Biss“ – auf der Verpackung optisch auffallend und mit modernem Design umgesetzt.
Die neuen Kampagnenclips im Rahmen der Markenkampagne auf Meta und Google setzen der ausufernden KI-Fantasie die gelebte Realität fairer Produkte der GEPA entgegen und zeigen: „Auch wenn sich angesichts zahlreicher weltweiter Krisen viele ohnmächtig fühlen, kann jede*r etwas tun, um sich für eine bessere Welt einzusetzen“, so Peter Schaumberger.
Andrea Fütterer, Leiterin der Abteilung Grundsatz und Politik, machte auf das UN-Jahr „Frauen in der Landwirtschaft“ aufmerksam. Ziel ist, die zentrale Rolle von Produzentinnen weltweit sichtbar zu machen und sich für Geschlechtergerechtigkeit einzusetzen. „Frauen haben eine herausragende Bedeutung in der Landwirtschaft, besonders im Hinblick auf Ernährungssicherung und Biodiversität global. Gleichzeitig sind sie noch immer strukturell benachteiligt und haben meist schlechteren Zugang zu Landbesitz, Technologie und Krediten“, sagte Andrea Fütterer.
Anders zeigt beispielsweise die honduranische Cashew-Genossenschaft La Sureñita, wie Frauen im Agrarbereich im Globalen Süden besonders gestärkt werden. Die GEPA kooperiert bereits seit 38 Jahren mit ihnen. Die Frauen übernehmen alle Aufgaben bei La Sureñita – von der Verarbeitung der Nüsse bis zum Export. In den neuen GEPA-Nussriegeln verleihen sie z.B. dem „Bio Dark Choc Sea Salt“-Riegel seinen knackigen Biss.
Im Video-O-Ton erklärte Maria Antonia Lopez, Präsidentin der Cashew-Genossenschaft La Sureñita aus Honduras: „Ich habe als Frau festgestellt, dass meine Stimme zählt und ich etwas beitragen kann in meiner Kooperative. Denn als ich mit meinen Kolleginnen zu arbeiten anfing, haben wir gesehen, dass wir Entscheidungen treffen können, um unsere Kooperative voranzubringen.“
Unter www.gepa.de/jahres-pk-2026 kann der Livestream noch einmal angesehen werden.
Vertriebsbereiche
Bildnachweis: GEPA The Fair Trade Company/A. Fischer